Facebook Ads: Tipps und Tricks zum Durchstarten

Facebook ist weiterhin das beliebteste soziale Netzwerk in Deutschland: Fast jeder Dritte ist monatlich auf Facebook aktiv, über 70 Prozent davon täglich. Ob am Handy oder am Computer: In ihrem News Feed sehen Nutzer Updates ihrer Freundinnen und Freunde sowie spannende Inhalte zu Themen, die sie interessieren. So viel Aktivität eröffnet auch lukrative Werbechancen für Händlerinnen und Händler. Wie Sie am besten auf Facebook loslegen, erfahren Sie unten.

Lesezeit: 7 min.

1. Facebook Ads: Vorteile für Händlerinnen und Händler 

Die beeindruckenden Nutzerzahlen und die Auswahl spannender, abwechslungsreicher Inhalte bieten den idealen Nährboden für kundenrelevante Werbung. Dazu bietet Facebook verschiedene Werbeformate an, die sich an vielen Stellen auf der Plattform platzieren lassen. Auch Händlerinnen und Händler profitieren von Facebook Ads. Hier einige Vorteile im Überblick:

  • Gezielte Kundenansprache: Sie richten Ihre Werbung gezielt an Personen, die Interesse an Produkten wie denen aus Ihrem Angebot bekundet haben.
  • Mehr Reichweite: Ihre Anzeigen erreichen mehr Interessenten, was zu wesentlich mehr Besuchen Ihres Onlineshops führen kann.
  • Hoher Wiedererkennungswert: Mit ansprechenden Anzeigen bleiben Sie potenziellen Kunden im Gedächtnis, was wiederum Ihrem Umsatz zugutekommt.
  • Volle Kostenkontrolle: Sie können Ihr Budget genau festlegen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
  • Effektive Leistungsmessung: Sie sehen, welche Anzeigen gut ankommen, und können so Ihre Kampagnen laufend optimieren und auf Ihre Wunschkunden ausrichten.

 

2. Mit Facebook Ads loslegen: Das brauchen Sie dafür 

Sie möchten mit Werbung auf Facebook durchstarten? Dazu benötigen Sie zunächst ein paar Dinge:

Eine Facebook-Unternehmensseite: Diese können Sie einfach über Ihr privates Facebook-Konto erstellen. Bei der Einrichtung laden Sie u. a. ein Profil- und ein Titelbild hoch, die Ihr Unternehmen widerspiegeln. Außerdem geben Sie wichtige Informationen zu Ihrem Unternehmen an, etwa die Website Ihres Shops, eine kurze Beschreibung Ihres Angebots sowie Kategorien, die zu Ihren Produkten passen.

Ein Marketing-Ziel: Damit legen Sie fest, was Sie mit Ihrer Anzeige erreichen wollen. Für Händlerinnen und Händler sind folgende Ziele besonders interessant:

  • Reichweite, wenn Sie möglichst viele Personen in Ihrer Zielgruppe erreichen wollen
  • Conversions, wenn z. B. mehr Käufe oder andere für Sie wichtige Handlungen auf Ihrer Website generiert werden sollen
  • Katalogverkäufe, wenn Sie mehr Umsatz mit Ihren relevantesten Produkten erzielen wollen – dazu laden Sie Ihren Katalog auf Facebook hoch.

Eine Zielgruppe: Damit Ihre Werbung die Richtigen erreicht, sollten Sie Ihr Publikum genau definieren. Neben Kriterien wie Standort, Alter, Geschlecht und Sprache können Sie Ihre Zielgruppe auf Facebook nach deren Interessen eingrenzen. Wenn Sie in Ihrem Shop Möbel für Haus und Garten anbieten, können Sie etwa Personen ansprechen, die sich für die Themen „Möbel“ und „Garten“ interessieren.

Aber Vorsicht: Eine zu spezifische Zielgruppe umfasst unter Umständen zu wenig Personen, was die Wirkung Ihrer Werbung schmälert. Legen Sie am besten mit einer eingeschränkten Zielgruppe los, die Sie allmählich um weitere Interessen erweitern. So bekommen Sie ein besseres Gefühl für das, was Ihre Zielgruppe anspricht. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Facebook die Zielgruppe etwa anhand einer Liste Ihrer bestehenden Kunden definieren zu lassen.

Ein Budget: Überlegen Sie sich, wie viel Sie für Werbung auf Facebook ausgeben möchten. Was es kostet, mit Ihrer Anzeige das gewünschte Ziel zu erreichen, wird bei einer Anzeigenauktion ermittelt. Damit Sie Ihren Rahmen nicht sprengen, können Sie auf Facebook entweder ein Tagesbudget oder ein Laufzeitbudget für einen bestimmten Zeitraum festlegen. 

 

3. Anzeigenformate – darauf sollten Sie achten 

Facebook bietet verschiedene Werbeformate für unterschiedliche Ziele, Platzierungen und Geräte an. Testen Sie verschiedene Varianten, um Ihre Favoriten zu finden. Und egal, für welches Format Sie sich entscheiden: Bei Werbung ist Content King. Achten Sie daher unbedingt auf Folgendes: 

  • Hohe Bildqualität: Unscharfe, pixelige Fotos mag niemand – erst recht nicht Kunden, die sich für hochwertige Produkte interessieren. Mit gutem Bild- und Videomaterial in Ihren Anzeigen hinterlassen Sie einen positiven Eindruck und tragen zum Erfolg Ihrer Werbekampagne bei.
     
  • Machen Sie es spannend: Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer legen Wert auf originelle Inhalte. Nutzen Sie dieses Potenzial auch für Ihre Anzeigen. Sie verkaufen Küchenutensilien? Zeigen Sie in einer Video Ad die Must-haves für die Sommerküche im Einsatz. Zu Ihrem Angebot gehören stylishe Sonnenbrillen? Richten Sie den Fokus auf ein spannendes Detail, das Sie in einer Photo Ad kreativ in Szene setzen.
     
  • Die richtigen Maße: Damit das Gesamtbild Ihrer Anzeige stimmt, sollten Sie sich an die Spezifikationen des jeweiligen Werbeformats halten.
     
  • In der Kürze liegt die Würze: Halten Sie sich an die Vorgaben zur Textlänge des jeweiligen Formats. Anderenfalls wird Ihr Text in der Anzeige abgeschnitten. Übrigens: Kurze, prägnante Texte werden auch schneller vom Leser aufgenommen.

 

4. Entdecken Sie die Wirkung Ihrer Werbung 

Sie sind bereit, Ihre erste Kampagne auf Facebook zu starten. Aber kommen Ihre Anzeigen auch gut bei Ihrer Zielgruppe an? Lassen sich Ihre Ideen in gute Werbung umsetzen? Hier geht Probieren über Studieren. Bei einem A/B-Test können Sie zwei Anzeigenvariationen gegeneinander antreten lassen und testen, welche mehr Anklang bei Ihrer Zielgruppe findet und für Sie relevante Handlungen generiert. 

Gerade am Anfang sollten Sie die Wirkung jeder Kampagne mit jener der vorherigen vergleichen. So sammeln Sie wertvolle Erkenntnisse über Ihre Zielgruppe und finden heraus, mit welchen Arten von Anzeigen Sie Ihren Geschäftszielen näherkommen. 

Bewährte Werbung lässt sich übrigens gut skalieren. Hier gilt: nichts überstürzen. Wenn Sie das Budget zu drastisch anheben, setzt der Algorithmus eventuell neu an, um eine neue, größere Zielgruppe zu finden. Erhöhen Sie das Budget lieber in kleinen Schritten, etwa um 15–20 % pro Tag. In diesem Tempo können Sie im Auge behalten, ob mehr Budget bei leistungsstarken Anzeigen auch zu höheren Conversion-Raten führt.

 

5. Tracking zur Kampagnenoptimierung 

Zum erfolgreichen Werben auf Facebook gehört auch die laufende Überprüfung der Anzeigenleistung. Sobald Sie eine Kampagne geschaltet haben, können Sie im Werbeanzeigenmanager nachverfolgen, wie sie abschneidet, und sie bei Bedarf anpassen.

Eine effektive Tracking-Möglichkeit bietet das Facebook-Pixel. Hierbei handelt es sich um einen Codeausschnitt, den Sie in Ihre Website integrieren und der dann den von Facebook stammenden Traffic auf Ihrer Website erfasst. Gibt es Ihren Online-Shop auch als App, können Sie als Pendant dazu das Facebook-SDK implementieren. Anschließend können Sie genau nachvollziehen, ob Nutzerinnen und Nutzer aufgrund einer Facebook Ad zu Ihrem Shop gelangt sind. Eine effektive Möglichkeit, Ihre Besucherzahlen präzise einzuordnen und für noch effektivere Werbung auf Facebook einzusetzen.

 

6. Fazit 

Facebook bietet Händlerinnen und Händlern zahlreiche Möglichkeiten, sich mehr Reichweite zu verschaffen und mehr Besucher zu ihrem Shop zu führen. Plus: Sie haben mit jeder Kampagne die Gelegenheit, ihre Zielgruppe besser kennenzulernen und zu sehen, welche Anzeigen bei ihr besonders gut ankommen. 

Abgerundet wird das Ganze durch effektive Tracking-Lösungen wie das Facebook-Pixel bzw. SDK, die die Wirkung jeder einzelnen Werbemaßnahme genau veranschaulichen. Mit kreativen Inhalten, einem Auge für die Interessen ihrer Zielgruppe und der laufenden Optimierung ihrer Kampagnen sind Händlerinnen und Händler bestens aufgestellt, um gewinnbringend auf Facebook zu werben. 

 

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