In 6 Schritten zum eigenen Onlineshop

Krisen bieten auch Möglichkeiten für Neuanfänge. Geld mit einem Onlineshop zu verdienen, ist für viele eine vielversprechende Perspektive. Wir zeigen, worauf es am Anfang ankommt.

Lesezeit: 5 min.

1.      Die eigene Nische finden

Am Anfang eines jeden erfolgreichen Unternehmens steht eine Idee. Wenn Sie einen Onlineshop eröffnen wollen, ist es besonders wichtig, eine freie Marktnische zu finden. Grade jetzt ändert sich der Markt, mit ihm auch Bedürfnissen der Kunden. Statt andere Anbieter zu kopieren, kann es hilfreich sein, sich für einen Moment in die Rolle des Kunden hineinzuversetzen: Was vermissen Sie selbst an Produkten im Internet? Besprechen Sie Ihre Idee und holen Sie sich Feedback von Menschen, auf deren Urteil Sie vertrauen. Und hören Sie in sich hinein: Was ist Ihre Leidenschaft, wo kennen Sie sich aus? Bedenken Sie, dass Sie sich ein berufliches Standbein für viele Jahre schaffen möchten. Das gelingt am besten, wenn Sie sich mit Ihrem Produkt identifizieren können. 

2.      Die Situation analysieren

Die Idee steht? Glückwunsch, der erste Schritt ist gemacht! Doch bevor Sie damit loslegen, im E-Commerce Geld zu verdienen, analysieren Sie Ihre Ausgangssituation. Wo stehen Sie beruflich derzeit? Haben Sie Vorerfahrungen aus dem stationären Handel oder sind Sie Quereinsteiger? Setzen Sie alles auf eine Karte oder tasten Sie sich vorsichtig im Nebenerwerb ans E-Commerce heran? Welche Fachkenntnisse bringen Sie für Ihr Produkt mit? Wichtig ist auch eine ehrliche Bestandsaufnahme aus finanzieller Sicht: Machen Sie sich klar, was Sie investieren können, wie lange Ihre Rücklagen Sie tragen und ab welchem Zeitpunkt Ihr Onlineshop Gewinn abwerfen sollte.

3.       Businessplan und Kosten

Auf rund 50.000 Euro beziffert das Fachmagazin „impulse“ die Investitionskosten für einen eigenen Onlineshop. Die gute Nachricht: Wenn Sie auf ein Partner-Netzwerk wie Rakuten setzen, spart Ihnen die vorhandene Infrastruktur gerade am Anfang Kosten. Was an Kosten für Ihre Lagerräume anfällt, hängt stark auch vom Produkt ab – wenn Sie mit Samen seltene Tomatensorten handeln, passt das Lager im Zweifel ins Wohnzimmer, bei Autoteilen sieht es anders aus. Nicht vergessen sollten Sie die Kosten für immaterielle Dienstleistungen. Buchhaltung etwa oder Texte schreiben – überlegen Sie, wo Ihre Stärken liegen und was Sie outsourcen möchten. Eine Mustervorlage für Business- und Finanzplan bietet online etwa die IHK München.

4.      Gewerbeanmeldung und Rechtsform

Mit der Gewerbeanmeldung schreiten Sie von der Idee zur Umsetzung. Es handelt sich um eine verhältnismäßig kleine Formalität, die oft nicht mehr als 20 Euro kostet. Für manche Produkte gilt, dass Sie nun bereits mit dem Verkauf loslegen können. Bei anderen Waren kommen weitere Behörden ins Spiel, etwa beim Handel mit Lebensmitteln. Hier ist eine Registrierung bei der Lebensmittelüberwachungsbehörde erforderlich. ist die Wahl der passenden Rechtsform: Als Einzelunternehmer zu starten ist am einfachsten, Sie haften allerdings auch mit Ihrem Privatvermögen. Wer die Haftung reduzieren möchte, kann sich etwa für die GmbH entscheiden, die aber höhere Investitionen erfordert. Ihr Steuerberater kann bei dieser richtungsweisenden Entscheidung helfen. Machen Sie sich spätestens jetzt auch Gedanken, wie Sie Ihr Unternehmen versichern wollen.

5.      Produzieren oder einkaufen: Waren für den Shop beziehen 

Sie haben bereits ein Produkt, das sie selber produzieren? Dann ist der Schritt ins E-Commerce folgerichtig. Indem Sie keine Händler mehr zwischenschalten, erhöhen Sie die Gewinnspanne für sich deutlich. Liegen Ihre Talente umgekehrt eher im kaufmännischen Bereich, ist der klassische Weg der Einkauf von Waren im Großhandel. Als Alternative bietet sich der Import von Waren aus dem Ausland an. Hier ist das Potenzial für Marktlücken groß, eine Auseinandersetzung mit den Zollbestimmungen aber unabdingbar. Eine grundsätzlich andere Möglichkeit für den Onlinehandel ist das Dropshipping: Hier leiten Sie Bestellungen direkt an Hersteller oder Großhändler weiter, die wiederum den Versand übernehmen. Ein eigenes Lager entfällt, sie verlieren aber auch an unternehmerischer Unabhängigkeit.

6.      Produkte verkaufen

Ein geschicktes Marketing ist der Schlüssel zum Erfolg im E-Commerce. Hier gilt erneut, dass Händler in einem Partner-Netzwerk wie Rakuten nicht bei null anfangen. Bezahlmethoden und Impressum richten wir bereits für Sie ein, und Ihnen steht für 90 Tage ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung, um Ihren Shop einzurichten und aufzubauen. Dennoch sollten Sie sich bereits etwas in das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Grundbegriffe des Online-Marketings wie die Conversion Rate eingearbeitet haben. Jenseits von Kennzahlen umfasst das Marketing auch praktische Fragen: Neben den obligatorischen Produkttexten tragen etwa auch gute Bilder entscheidend zum Verkaufserfolg bei.

7.      Fazit

Auch mit kleinem Anfangskapital ist im E-Commerce vieles möglich. Je nach Ausgangssituation sollten Sie sich auf das konzentrieren, was Sie wirklich gut können. Vom Einrichten des Shops über die Buchhaltung bis hin zur Texterstellung lässt sich vieles outsourcen, wobei ein starker Partner wie Rakuten den Einstieg mit dem eigenen Shop ungemein erleichtert. Vielleicht das Wichtigste: Identifizieren Sie sich mit Ihrem Produkt, dann werden das auch Ihre Kunden spüren.


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