Tipps für eine gute Produktbeschreibung

Auch im Online-Shop gilt: Einzigartiger Inhalt ist wichtig, um gefunden zu werden.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in ein Geschäft und möchten sich über ein Produkt informieren. 

Der Verkäufer gibt Ihnen die Informationen, die er vom Hersteller über das Produkt erhalten hat weiter. Mehr nicht. Das ganze liest er sogar noch von der Verpackung ab. 
Sie bedanken sich für die Informationen, aber sind sich noch unsicher und möchten sich noch bei einem anderen Händler informieren. 
Dieser Händler erzählt Ihnen aber genau dasselbe wie der erste Händler. Wort für Wort. Keine weiteren Informationen, die Ihnen weiterhelfen könnten. 
Auch bei einem dritten Händler erhalten Sie genau das Gleiche zu hören wie bei den beiden anderen. 

Sie hätten sich also sparen können, zu den beiden anderen Händlern zu gehen. 
Das, was hier passiert ist, nennt man im Onlinebereich Duplicate Content. Die Suchmaschinen gehen davon aus, dass es reicht, wenn der Suchende die gleichen Informationen nur einmal zu lesen bekommt. Dabei ist es egal, wo dieser Inhalt zu finden ist. Einmal ist genug.
 

Um aber dem Kunden einen Mehrwert zu bieten, müssen Sie Ihre Inhalte selbst schreiben. Und zwar so, dass Sie dem Kunden alle relevanten Informationen geben. Stellen Sie sich das Ganze als ein Gespräch zwischen Ihnen und Ihrem Kunden vor.

Der Kunde stellt Ihnen Fragen, die Sie beantworten. Dabei haben Sie im Verkaufsgespräch immer auch den Abschluss des Kaufs im Auge. Das müssen Sie auch im Onlineshop bedenken. Die Produktbeschreibung ist der Ersatz für das Verkaufsgespräch. Die Produktbilder ersetzen u.a. das Begreifen des Artikels.

Begeistern Sie Ihren Kunden mit Ihrer Produktbeschreibung von dem Artikel. Zeigen Sie ihm, wie der Artikel verwendet werden kann. Zeigen Sie die Vorteile auf. Berichten Sie von Erfahrungen.

Hier finden Sie einige Tipps für eine gute Produktbeschreibung.

 

Produktbeschreibung = Verkaufsgespräch

Wie bereits zuvor angedeutet, ersetzt die Produktbeschreibung das Verkaufsgespräch.

Alle relevanten Informationen, die der Kunde wissen will und muss, müssen in der Produktbeschreibung stehen.

Seien Sie dabei so ausführlich wie nötig, aber so kurz wie möglich. Der Kunde will wissen, was dieser Artikel ist, wofür er ihn verwenden kann und warum er ihn haben muss.

Also alles, was Sie in einem Verkaufsgespräch dem Kunden an die Hand geben.

Im Gegensatz zum Verkaufsgespräch im stationären Handel führen Sie allerdings keinen Dialog, sondern müssen die Fragen des Kunden in einem Monolog beantworten.

Dabei dürfen Sie einen wichtigen Punkt nicht vergessen: die Kaufentscheidung ist ein emotionaler Vorgang. Nutzen Sie diesen Umstand und wecken Sie das Bedürfnis, genau diesen Artikel kaufen zu wollen / müssen - wie im stationären Handel auch.

 

Das Produkt verkaufen

Dieser Tipp klingt banal. Ist aber wichtig. Sie möchten das Produkt verkaufen. 
Und der Kunde möchte, dass Sie sein Problem lösen, mit dem er zu Ihnen gekommen ist.

Und genau so muss die Produktbeschreibung aufgebaut sein:

  • alle relevanten Informationen
  • Verwendungszweck
  • Vorteile
  • Größenangaben
  • Farben, Varianten

müssen in der Produktbeschreibung vorhanden sein. Das Bedürfnis, den Artikel zu kaufen, muss geweckt sein.

Unterstützen Sie den Kunden in der Kaufentscheidung und bieten Sie ihm eine Lösung seines Problems an.

Eine gute Produktbeschreibung vermindert das Bedürfnis

  • weiter nachfragen zu müssen
  • woanders die Antworten suchen und finden
  • nicht zu kaufen.

 

Struktur und Lesefluss

In diesem Artikel werden Absätze und Zwischenüberschriften benutzt, um den Text zu strukturieren.

Sie können damit einmal den Lesefluss positiv beeinflussen, aber auch in den Zwischenüberschriften relevante Schlagwörter unterbringen.


Bauen Sie die Produktbeschreibung ähnlich einem Zeitungsartikel auf, z.B. :

  • Einleitung in Form einer Zusammenfassung
  • Die relevanten Informationen
  • Nutzen, Vorteile und Verwendung
  • Tests und Kundenmeinungen

Unterbrechen Sie dabei auch den Textfluss durch unterstützende Bilder.

 

Sprechen Sie die Sprache Ihrer Kunden

Das ist für Händler nicht immer einfach, die Sprache der Kunden zu verwenden.

Richten Sie sich an Laien, dann benutzen Sie so wenig wie möglich Fachbegriffe. Verwenden Sie die Suchbegriffe Ihrer potentiellen Kunden.

Eine Heftmaschine wird in Deutschland in der Alltagssprache als Tacker bezeichnet. Heftmaschine ist dabei der Fachbegriff. Doch verwendet ihn normalerweise kein Kunde.

Verwenden Sie zum Auffinden der richtigen Keywords sogenannte Keyword-Tools. 

Google bietet einen Keyword-Planner. Dazu müssen Sie ein Adwords-Konto anmelden. 
Bei Ranking-Check können Sie ebenfalls Keywords kontrollieren. 

Aber nicht nur das Vermeiden von Fachsprache an der falschen Stelle ist wichtig zu beachten, sondern auch die sonstige Form der Ansprache ist relevant, um den Kunden nicht vor den Kopf zu stoßen:

Ältere Menschen verstehen vielleicht weniger englische Begriffe als jüngere. Junge Leute kann man eventuell als Zielgruppe mit Du ansprechen.

 

Cross-Selling nutzen

Geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, nicht nur das Produkt, dass er vor sich hat, zu kaufen, sondern bieten Sie ihm auch weitere Produkte an. Solche Zusatzverkäufe können Sie beispielsweise über Zubehörartikel erreichen.

Bieten Sie z. B. zu den Staubsaugern auch gleich die passenden Staubsaugerbeutel an.

 

Keine Herstellerbeschreibung übernehmen

Nochmals: Vermeiden Sie den Fehler, sich die Herstellerbeschreibung zu kopieren. Der Hersteller erstellt in der Regel eine Beschreibung nicht für den Endkunden, sondern für Sie als Händler. Diesen Fehler machen viele Händler - und generieren duplicate content.

Nutzen Sie die Beschreibung des Herstellers als Grundlage für Ihre Produktbeschreibung, um die Grunddaten zu erhalten.

 

Tipps in Kürze

  • Produktbeschreibung selbst schreiben.
  • Zusammenfassung am Anfang der Beschreibung.
  • Wichtigste Fakten in Tabellenform.
  • Absätze nutzen für besseren Lesefluss.
  • Zusätzliche Bilder in Produktbeschreibung verwenden.
  • Produktbewertungen, Erfahrungen nutzen und aufgreifen.
  • Aktuelle Testberichte erwähnen und Quelle angeben.
  • Beantworten Sie alle Fragen der Kunden.
  • Vergessen Sie nicht, auf Cross-Selling-Artikel zu achten.